Ausbildung technische Hilfe in der Feuerwehr Oderwitz

Der Fahrzeugverkehr auf Bundes- und Staatsstraßen nimmt immer mehr zu. Am 01.01.2015 gibt es in Sachsen insgesamt 2.505.640 zugelassene Fahrzeuge. Zum Vergleich waren es in 2014 2.488.816 zugelassene Fahrzeuge, was einen Zuwachs von16.824 Fahrzeugen bedeutet. Die Sicherheitsanforderungen und Standards in der Kfz-Technologie werden immer besser und ausgereifter. An die Feuerwehr wird da meist nicht gedacht. Wenn es dann doch einmal zu einem Verkehrsunfall kommt, müssen die Rettungskräfte mit allen sich ergebenden Situationen umgehen können und immer professionell vorgehen. So werden in PKW´ s immer härtere Materialien für die Stabilität eingebaut, welche bei Frontal- oder Seitenunfällen die Technik der Feuerwehr an ihre Grenzen bringen lässt. Alternative Antriebsvarianten stellen Einsatzkräfte vor immer neue Herausforderungen. Auch die Anzahl und Position der 1951 erfundenen Airbags nimmt immer weiter zu. Aber gerade diese und viele weitere Sicherheitseinrichtungen in den Fahrzeugen erschweren oder verzögern die Arbeit der Feuerwehr. Deshalb möchten wir Sie zum Nachdenken bewegen. Für jedes Fahrzeug gibt es ein Rettungsdatenblatt, welches alle wichtigen Informationen speziell für Ihr Fahrzeug enthält. Dieses Datenblatt können Sie im Internet ganz einfach unter dem Suchbegriff „Rettungsdatenblatt“ erhalten bzw. fragen Sie in Ihrer KFZ- Fachwerkstatt danach. Dieses Rettungsdatenblatt Ihres Fahrzeuges wird dann hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite untergebracht und steht dann dem Einsatzleiter zur Verfügung. Diese einfache Maßnahme kann im Ernstfall wichtige Zeit bei der Rettung aus verunfallten Fahrzeugen verschaffen. Am 27.03.2015 fanden sich die Kameraden der Feuerwehr Oderwitz zum Gemeinschaftsdienst am Depot der Ortsfeuerwehr Niederoderwitz ein. Unter der Leitung des Gemeindewehrleiters und dem Kameraden Jens Schiffner, welcher beruflich als leitender Notarzt des Landkreises Görlitz tätig ist, wurden die Schwerpunkte der Ausbildung erläutert. Teil 1: 
  • Aufbau der Geräteablage
  • Aufgaben der Trupps nach Feuerwehr Dienstvorschrift 3 - Gruppe in der technischen Hilfeleistung
Geräteablage HLF 10

Geräteablage HLF 10

    Teil 2: praktische Ausbildung an einer Unfallsituation mit einem PKW Ein PKW ist mit der Beifahrerseite an einen Baum gefahren und der Beifahrer musste von der Feuerwehr befreit werden. …. Alle Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Oderwitz mussten zum Einsatz kommen. In einer realen Situation wäre sogar ein weiteres Fahrzeug mit hydraulischem Rettungsgerät von der Leitstelle alarmiert worden, da immer ein Reserverettungssatz vor Ort sein muss. Die Kameraden mussten mit hydraulischem Spreizer und Schere die Beifahrerseite öffnen.
Einsatz Spreizer SP49

Einsatz Spreizer SP49

  Des Weiteren wurden in dieser Übung Säbelsäge, Motortrennschleifer, Elektrotrennschleifer und Halligan-Tool zur Seitenöffnung der hinteren Ladefläche eingesetzt. Der Einsatz lieferte wichtige praktische Erfahrung bei der Wahl des richtigen Geräts in der jeweiligen Situation. Je nach Wahl des Einsatzmittels muss man z.B. mit Erschütterungen, Vibrationen, Lärm oder Funkenflug rechnen. Außerdem wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und der Brandschutz sichergestellt. Auch diese Handgriffe müssen immer wieder geübt werden, so dass in Stresssituationen, welche im Einsatz auftreten, alles schnell und sicher abläuft. Die Auswertung des Dienstes stellte die Ausbilder zufrieden und die Fragen der Kameraden wurden beantwortet. Wenn Sie bei der Feuerwehr mitarbeiten möchten sprechen Sie uns bitte an. Kontakt:  Gemeindewehrleiter  Kam. Alexander Pollier, Uferweg 1, Tel.:0170 – 5801891, E-Mail.: gemeindewehrleiter@oderwitz.de Ortswehrleiter OF Niederoderwitz Kam. Sven Wünsche, Hauptstraße 33, Tel.: 035842-29602, E-Mail: sven.wuensche@ffwno.de Ortswehrleiter OF Oberoderwitz Kam. Daniel Schädlich, Hauptstraße 78A, Tel.: 0175 – 7 90 66 78, E-Mail: danielschaedlich@freenet.de Jugendwart OF Oberoderwitz Kam. Willi Schulze, Gasstraße 2, Tel.: 035842-26282, E-mail: willi.schulze@me.com Alexander Pollier, Gemeindewehrleiter